Lightspeed Ecommerce Shop System

Das Multi Channel Shop System Lightspeed mit Kassensystem für Retailer

Was für ein Shopsystem ist Lightspeed?

​​​Anders als WIXStrato oder Jimdo ist Lightspeed auch für große Shops geeignet. Seit 2008 ist Lightspeed im eCommerce unterwegs. Lightspeed ist ein internationales Unternehmen, das seinen Ursprung in Montreal, Kanada hat. 2015 wurde dann das seofokussierte Shopsystem SEOshop von Lightspeed aufgekauft und ins Unternehmen integriert. Amsterdam, der ursprüngliche Standort von SEOshop, wurde dabei als Firmenstandort erhalten. Für Händler in Deutschland wichtig: Es gibt auch einen Standort in Frankfurt. Kontakt mit dem Support gibt es also auch auf Deutsch.

Der erste Schein trügt

Wenn du auf die deutsche Homepage von Lightspeed gehst, siehst du 3 Produktbereiche: Die Lightspeed eCommerce Plattform, das Restaurant Kassensystem sowie das Retail Kassensystem. Das Restaurant Kassensystem soll uns nicht interessieren. Schließlich geht es hier um eCommerce. Das Retail Kassensystem hört sich allerdings interessant an. Denn es gibt genug stationäre Händler, die auch einen Onlineshop betreiben. Für ein derartiges Business Modell könnte ein Retail Kassensystem, das sich mit dem Onlineshop verknüpfen lässt, interessant sein. Klickst du dann bei dem Kassensystem auf die kostenlose Demo, wirst du jedoch enttäuscht. Denn das Kassensystem ist nur in der Schweiz verfügbar. Suchst du eine Shoplösung mit Kassensystem, schau dir alternativ Shopify oder  VersaCommerce an.

Mit dem gratis Demo Account die Funktionen testen 

Die kostenlose eCommerce Demo wollen wir uns anschauen. 14 Tage lang kannst du die gratis Demo inklusive aller Templates testen. Um die eCommerce Demo zu starten, musst du im ersten Schritt deinen Firmennamen und deine Emailadresse angeben. Im zweiten Schritt soll man dann noch die Telefonnummer eingeben. Diesen Schritt kann man aber auch überspringen. Zahlungsdaten sind für die gratis Demo nicht notwendig. Im nächsten Schritt nach dem Login wirst du aufgefordert eine Branche zu wählen. Ich entscheide mich, das System lädt kurz und dann lande ich im Backend der Shop Software.

Produkte anlegen

Aufgeräumt und gut strukturiert wirkt das Backend. Auf einen Blick sehe ich, welche Schritte notwendig sind, um den Shop zu erstellen. Das Anlegen der Produkte ist selbsterklärend und sollte auch für einen absoluten Anfänger kein Problem sein. Trotzdem gibt es reichlich Funktionen. Varianten, Produktbündel, Wunschliste, Statistiken, Bewertungen usw. Die Produkte kannst du einzeln anlegen, aber natürlich kannst du auch einfach eine Produktliste importieren. Denn Zielgruppe von Lightspeed sind ja nicht nur kleine Händler, sondern vor allem auch mittelständische und große Onlineshops. Pro Produkt kannst du bis zu 10 Bildern einfügen.

24 Zahlungsoptionen für deinen Onlineshop

Im nächsten Schritt lege ich die Zahlungsoptionen fest. Hier zähle ich 24 Zahlungsdienstleister, die ich meinem Demoshop hinzufügen kann. Mollie, Paypal, Klarna, Skrill, Sofortüberweisung, Heidelpay usw. Amazon Payments fehlt seltsamerweise. Um den Shop fertigzustellen, muss jetzt noch der Versand festgelegt werden und das Designtemplate. Danach kann man mit dem Lightspeed Support Kontakt aufnehmen, um den Shop live zu stellen.

Die Design Templates

Wenn du möglichst schnell starten möchtest, brauchst du kein Template auswählen. Warum? Es ist bereits ein Template mit Varianten vorinstalliert. Conform Plus heißt das Template. Optisch ansprechend und professionell. Daneben gibt es noch einen Template Store, in dem du um die 150 Shop Templates findest. Anpassen kannst du in den Templates praktisch alles mit ein paar einfachen Klicks. 10 der Templates kannst du kostenlos nutzen. Die anderen Templates sind kostenpflichtig. Die Preise liegen zwischen 10 Euro und 22,50 Euro monatlich.

Mein Test Shop

Lightspeed Onlinesho Theme Starter Kategorien und Produktbilder

Ausschnitt meines Lightspeed Demo Shops mit dem Template Starter

Für meinen Test entscheide ich mich für eines der beliebtesten Templates. Das kostenlose Template Starter. Als Voreinstellung wähle ich Fashopn. Über den Menüpunkt Design kann ich dann die Optik des Test Shops anpassen. Als nächstes kann ich über den den Menüpunkt Startseite Produkte auswählen, welche Produkte und Kategorien auf der Startseite angezeigt werden. Das Festlegen der Kategorien für die Startseite und das Einstellen der Produkte stellt sich als dimpel heraus. Da sieht man, dass eine Software mit der Zielgruppe größere Shops, im Handling nicht kompliziert sein muss. Die User von Jimdo oder Wix würden stauen. Nur an wenigen Stellen muss ich etwas suchen, bevor ich die Lösung finde. Alternativ hätte ich hierzu Kontakt mit dem Support aufnehmen können.

eCommerce Funktionen

Bei Lightspeed findest du eine Reihe von Funktionen, die dir dabei helfen deinen Onlineshop professionell zu führen. In der Kundenverwaltung beispielsweise findest du Funktionen zum Anlegen von Kundengruppen, die Möglichkeit Tickets zu erstellen und ein DSGVO Center zum Verwalten und Löschen von Kundendaten. Hinzu kommen Funktionen rund um die Bestellverwaltung, Lagerverwaltung, Produkte, Lieferanten, Statistiken und Marketing.

Der App Store

Im Lightspeed App Store findest du über 100 eComerce Apps. Bei den Apps geht es um:


  • mehr Traffic
  • Conversion Optimierung
  • Shopmanagement
  • Nachhaltigkeit
  • Kundenservice
  • Marketing
  • Verkauf


  • Social Media
  • Buchhaltung
  • Lager
  • Versand
  • KPI Berichterstattung
  • Hilfsmittel (Bsp. Suchfunktion)
  • Zahlungen

Ein Teil der Apps ist gratis. Zu den gratis Apps gehören zum Beispiel Simply Translate, freshdesk, TWENGA, easymarketing, Facebook Messenger und Happy Email. Der Großteil der Apps ist jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Plattform Schnittstellen

Lightspeed verspricht eine Omnichannel Software fürs Online Business zu sein. In Punkto POS stimmt dieses Versprechen nur teilweise, denn in Deutschland ist das Kassensystem nicht verfügbar. Aber Omnichannel bedeutet ja nicht nur die Verknüpfung von Retail und Online Business. Zu Omnichannel gehört auch die Nutzung von Online Plattformen, denn über die Plattformen wird ein erheblicher Teil des Umsatzes generiert.

Wie also sieht es mit den Lightsspeed Schnittstellen zu Plattformen aus?

Die Suchfunktion bringt mich erstmal nicht weiter. Nach einigem Durchklicken der diversen Channel Apps entdecke ich EffectConnect. Mit EffectConnect bekommt dein Shop eine Anbindung an Amazon, die jedoch nicht allzu günstig ist. Gestaffelt nach der Anzahl der Produkte fängt es bei 49,- Euro monatlich an. Nur für diese App. Eine Schnittstelle zu Ebay ist bei Effect Connect nicht dabei. Dafür benötigst du eine andere Business App. Beispielsweise die Ebay connector App. Mit der kannst du deinen Ebay Business Account mit deinem Lightspeed Shop verbinden. Auch hier entstehen wieder Extrakosten. Diesmal knapp 30,- Euro im Monat.

Die Blog Funktion

Macht im Jahr 2018 ein Blog noch Sinn, um Traffic für einen Shop zu generieren? Hierzu kann man geteilter Meinung sein. Falls du bei deinem Shop einen Blog hinzufügen möchtest, ist dies bei Lightspeed simpel. Allerdings steht die Blog Funktion erst ab dem Tarif Fortgeschrittene zur Verfügung.

Preise und Pakete

Lightspeed bietet 3 Standardpakete: Starter, Fortgeschrittene und Professionell. Daneben gibt es für Großunternehmen eine Enterprise Lösung, bei der Preis und Leistungen individuell vereinbart werden. Bevor du dich für Lightspeed entscheidest, solltest du dir auch die Preise für die Apps anschauen. Denn je nachdem welche Apps zu benötigst, steigen hierdurch die monatlichen Kosten für deinen Shop.

Starter:


  • Bis 250 Produkte
  • 1 Benutzerkonto
  • Eine Sprache
  • 49,- Euro

Fortgeschrittene:


  • Bis 5.000 Produkte
  • 3 Benutzer
  • 3 Sprachen
  • Produktfilter
  • Blog
  • API
  • 89,- Euro

Professionell:


  • 15.000 Produkte
  • 10 User
  • 7 Sprachen
  • Produktfilter
  • Blog
  • API
  • 189.- Euro

Fazit des Tests

Zielgruppe von Lightspeed sind mittlere und große Onlineshops. Daher verwundert es nicht, dass zahlreiche Prodi Funktionen in der Software zu finden sind. Gleichzeitig ist das Backend einfach und intuitiv bedienbar, so dass man auch ohne Hilfe einer Agentur einen professionellen Shop aufsetzen kann. Damit Lightspeed auch für kleine Shopbetreiber interessant. Nicht ganz so schön sind die zusätzlichen Kosten, die durch Nutzung der Apps und Premium Templates entstehen können. Deshalb solltest du dir bei deinem eigenen Lightspeed Test überlegen, welche Apps du zum Betrieb deines Shops benötigst, denn nur so kannst du einen realen Preis kalkulieren.